|
Die pädagogischen Prinzipien des Waldkindergartens
In Dänemark gibt es seit über 20 Jahren ca. 60 verschiedene Einrichtungen dieser Art. Waldkindergärten basieren auf einer besonderen Art der Kindergartenpädagogik, von der es zwei verschiedene Formen gibt:
- Der Waldkindergarten: Dort haben die Kinder kein festes Haus, sie sind im Winter drei Stunden und im Sommer vier Stunden unter freiem Himmel.
- Der integrierte Waldkindergarten: Ein Gruppe von Kindern eines Kindergartens geht turnusmäßig in den Wald.
Dies ist auch die Form, die wir Ihren Kindern anbieten. Einen fixen Tag in der Woche verbringen wir mit den Kindern bei jedem Wetter in der Natur. Im Herbst und Frühjahr gibt es Waldwochen.
Der Waldkindergarten bietet optimale Voraussetzungen für oft vernachlässigte Persönlichkeitsbereiche von Kindern, deren Entfaltung aber unbedingt wichtig ist, um ein Kind so zu stabilisieren, dass es sich später den vielfältigen gesellschaftlichen Anforderungen gewachsen zeigt. Im Waldkindergarten kann ganzheitliche Erziehung besonders gut verwirklicht werden und das Projekt soll eine Ergänzung zum bestehenden Kindergarten darstellen.
Die pädagogischen Chancen des Waldkindergartens
- In der Natur haben Kinder Raum sich frei zu bewegen und der natürliche Bewegungsdrang der Kinder kann ungehindert ausgelebt werden. Aggressionen stauen sich nicht auf, sondern wandeln sich auf kreative Weise um.
- Die erholsame Umgebung der Natur stärkt die körperlich-seelische Gesundheit. Drei bis vier Stunden täglich frische Luft bedeuten auch weniger Infektionskrankheiten, die gewöhnlich in geschlossenen warmen Räumen übertragen werden. In Lebensfreude, Wind und Wetter ausgesetzt sein, stärkt aus medizinischer Sicht das Immunsystem.
- Die Kinder gewinnen beim freien Spiel an Kraft und Ausdauer, an Sicherheit und Selbstvertrauen.
- Ebenso wird beim freien Spiel ohne Spielzeug die Fantasie der Kinder gefordert, sie lernen ihre Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu äußern.
- In einem nicht reizüberfluteten Außenbereich können innere Kräfte besser wahrgenommen werden. Dabei lässt die geringe räumliche Einschränkung auch innere Kräfte besser erleben und ausdrücken. Das Spiel in freier Natur lässt die Kinder selbst ihre Grenzen und Entwicklungsschritte deutlicher erfahren.
- Es gibt keinen hohen Lärmpegel wie in geschlossenen Räumen. Die Kinder erleben wieder Stille. Stille ist in der heutigen Zeit ungewohnt. Sie ist jedoch von unschätzbarem Wert, beispielsweise für die Differenzierung des Wahrnehmungsvermögens, das Finden von Stabilität durch innere Ruhe und die Konzentrationsfähigkeit.
- Die natürliche Umgebung wirkt ganzheitlich durch das Erleben des Eingebundenseins in die Natur und das Erleben der wechselseitigen Abhängigkeiten. Natur wird unmittelbar begriffen, der behutsame Umgang mit jeder Art von Leben wird erfahren und gelernt. Der Kreislauf der Natur wird direkt wahrgenommen und erlebt.
- Unmittelbares Erleben, eigene Erfahrungen mit allen Sinnen anstelle von „Projektionen aus zweiter Hand“ geben Selbstwertgefühl und insbesondere emotionale Stabilität. Sie sind die besten Voraussetzungen, um später in der Gesellschaft konstruktiv und kreativ zu sein.
- Integriert in dieses Projekt sehen wir das Angebot an die Kinder, kreativ mit Naturmaterialien zu hantieren bzw. in freier Natur Materialien zu bearbeiten, unterschiedliche Naturmaterialien zu gestalten und mit ihnen zu werken.
|
 |
|